Hinterberger Zukunftswerkstatt: Wie Raum für Beteiligung und Zukunftsdenken in einer ländlichen Gemeinde entsteht

Seit Jänner 2017 schafft die von der steirischen Strukturreformgemeinde Bad Mitterndorf getragene „Hinterberger Zukunftswerkstatt“ vorrangig für jüngere GemeindebürgerInnen die Möglichkeit, wichtige lokale Herausforderungen zu identifizieren und für die Gemeinde zukunftsweisende Ideen und Projekte zu entwickeln. Nicht die positive Wirkung einer gut besuchten Veranstaltungsreihe des lokalen Kulturzentrums mit dem Titel „Zukunftsimpulse – Themen der Region“ alleine war der Anlass für die Initiierung der Zukunftswerkstatt. Vor allem waren es die Erfahrungen, dass junge GemeindebürgerInnen sich an Gemeindepolitik kaum beteiligen und dass Zukunftsthemen im „Alltagsgeschäft“ der Gemeindeverwaltung und der Gemeindepolitik kaum Platz finden, ein mit entscheidender Anstoß.

Im Mittelpunkt der vom conSalis-Genossenschafter Günther Marchner betreuten und moderierten Zukunftswerkstatt steht die Identifizierung wichtiger Themen sowie die Entwicklung neuer Ideen und Projekte mit Bedeutung für die Gemeindeentwicklung wie zum Beispiel in den Bereichen Tourismus und Wirtschaft, Bildung, Wohnen und Ortsentwicklung oder Gemeinschaften.

Die Werkstatt verweist in ihren ersten Runden auf die hohe Motivation der bisher 25 Teilnehmenden. Gerade die starke Beteiligung junger, gut qualifizierter Frauen, ihr Interesse an der Gemeinde als langfristigen Lebensmittelpunkt und an entsprechenden Rahmenbedingungen für junge Familien und berufliche Möglichkeiten in der Region, kann sowohl als Herausforderung als auch als besondere Chance für die Gemeinde wahrgenommen werden.

Nach den ersten Runden und vorläufigen Ergebnissen in Form ausgearbeiteter Projektkonzepte – wie zum Beispiel einer lokalen „Messe“ zur Präsentation lokaler Unternehmen und Jobangebote, einer Strategie zur Schaffung von leistbarem Wohnraum oder eines vielfältigen Bildungsangebots für Kinder und Erwachsene – ist eine Dialogrunde mit VertreterInnen der Gemeindepolitik geplant.

Wenn die Zukunftswerkstatt die ersten Monate „übersteht“ und angenommen wird, könnte sie als lokale Institution für die Bearbeitung von Zukunftsthemen und zu einem Modell für Aktivierung, Beteiligung und Integration (nicht nur) junger GemeindebürgerInnen avancieren.

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