Altes Wissen für die Zukunft nutzbar machen

Mit technologischem, gesellschaftlichem und ökonomischem Wandel geht „Altes Wissen“ bzw. „Erfahrungswissen“ von Menschen in Regionen und in Betrieben oft verloren. Gleichzeitig gibt es viele Herausforderungen bei der Gestaltung der künftigen Entwicklung in Regionen und Betrieben, bei dem dieses Wissen zum Potenzial werden kann.

Dabei geht es um Wissen über alte Be- und Verarbeitungstechniken für Holz, die in Verbindung mit neuen Technologien und Designs für zukunftsweisende Holzinnovationen genutzt werden können – auch im Sinne energie‐ und ressourceneffizienter Lösungen. Weitere Beispiele sind das Wissen über die Nutzung alter Pflanzen und Gemüsesorten oder von Verarbeitungs-, sowie Kühl- und Lagertechniken für Lebensmittel. Die Kenntnisse über das frühere Genossenschaftswesen können wichtige Einsichten für die Organisation lokaler und regionaler Akteure bei der Gestaltung der regionalen Zukunft, bei lokaler Zusammenarbeit oder Kooperationen im KMU-Bereich liefern. Die Formel lautet: Altes Wissen und Erfahrungswissen haben Zukunft – aber nur auf neuen Wegen! Für die Verbindung von überliefertem bzw. tradierten Wissen mit neuen Ansätzen einer aktuellen Nutzung gibt es inzwischen zahlreiche bekanntere Beispiele, wie etwa den „Werkraum Bregenzerwald“, im handwerklich, gewerblichen oder die „Arche Noah“ im landwirtschaftlichen Bereich.

Im Projekt geht es um die Identifikation und Erhebung von „Altem Wissen“ und „Erfahrungswissen“ in ausgewählten und als relevant erachteten Bereichen. In einem ersten Schritt erfolgt die Dokumentation und Sichtbarmachung von Wissen in der Region. Sodann wird dieses Wissen unter aktuellen Vorzeichen und vor dem Hintergrund neuer Kombinationsmöglichkeiten analysiert und bewertet (z.B. unter dem Gesichtspunkt der Energie- und Ressourceneffizienz, Gesundheit, Regionalität, Potenziale für die Kreativwirtschaft). Schließlich geht es um die Ableitung von konkreten Impulsen für nachfolgende Umsetzungsschwerpunkte (Qualifizierungsprogramme, Wiederbelebung von Techniken, Produktentwicklung, Forschung).

Im Mittelpunkt des Projekts im Lungau steht „Altes Wissen“ bzw. „Erfahrungswissen“ unter anderem im Bereich regionaler Lebensmittel und dabei dem Anbau, der Ernte, der Verarbeitung sowie der Lagerung und Konservierung der Produkte. Geht es um das Thema „Gesundheit“ ist regionales Kräuterwissen und veterinärmedizinisches Volkswissen von Bedeutung. Bäuerliches Handwerk und gewerbliches Handwerk können Impulse für die regionale Wirtschaft liefern, indem die Wiederinwertsetzung von Techniken und Produkten betrieben wird. „Altes Wissen“ und „Erfahrungswissen“ soll heute, unter aktuellen Vorzeichen, zukunftsweisend genutzt werden.


Leader-Projekt im Lungau

Günther Marchner und Armin Mühlböck erheben, analysieren und bewerten „Altes Wissen“ im Lungau, in Kooperation mit dem Bildungsverbund Lungau und dem Biosphärenpark Lungau. Projektlaufzeit: Juli 2017 bis Dezember 2018.

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